World Tennis Masters Tour: Finaleinzug mit Schmerzen

Nach dem Finale am Dienstag der Vorwoche ging es für die Nummer 1 der Weltrangliste 50+ bereits am Mittwoch derselben Woche beim 1000er-Turnier der ITF-Masters-Serie in Budapest zur Sache. Der topgesetzte Oberwarter gewann nach einem Freilos erst gegen den Ungarn Antal Holczer (6:1, 6:1) und dann gegen den starken Portugiesen Frederico Fauvelet (6:3, 6:1), ehe dem Südburgenländer im Viertelfinale gegen den Polen Aleksander Kacmarek beim Stand von 4:0 ein Missgeschick passierte. „Ich rutschte im vollen Tempo in ein zwischen den Plätzen hinter einer Plane verstecktes Eisenrohr und verletzte mich am rechten großen Zeh so stark, dass mich die Turnierärztin in dem Medical Timeout sofort aufhören und in ein Spital bringen lassen wollte“, erzählt Weinhandl. Mit Hilfe von Schmerzmitteln und vor allem vollem Risiko, um die Ballwechsel möglichst kurz zu halten, kam Weinhandl dann tatsächlich sowohl über das Viertelfinale (6:1, 1:6, 6:3) als auch über das Halbfinale gegen den Ungarn Janos Liptak (6:2, 6:0) drüber. Dazwischen übte sich der Routinier als Selbstversorger der schwer lädierten Zehe, um sich provisorisch spielfit zu halten.
Im Finale war dann gegen den Deutschen Lars Kirschner aber Endstation. Beim Stand von 1:6, 0:2 musste Clemens Weinhandl aufgeben. „Da ging dann gar nichts mehr. Zumindest hat sich das Retten ins Finale so ausgezahlt, als dass ich meine Nummer 1-Position in der Weltrangliste gerade noch verteidigen konnte.“ Der Japaner Naoki Arimoto ist Weinhandl hier auf den Fersen.
Nun gilt es, die Verletzung möglichst ausheilen zu lassen, um bald das Training wieder aufnehmen zu können. Ende März geht es auf der Masters-Tour nämlich im türkischen Manavgat weiter.
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