Heimmeisterschaften mit starker Bilanz
„Das waren die besten Staatsmeisterschaften, die wie je gehabt haben“, sprach Günter Kurz in seiner Funktion als Veranstalter den einmal mehr reibungslosen Ablauf der 18. Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf an und als BTV-Präsident den großen sportlichen Erfolg, für den die junge rot-goldene Garde sorgte. „Elf Spielerinnen und Spieler in einem Hauptbewerb bei nationalen Titelkämpfen, das gab es glaube ich noch nie.“ Ähnlich erfreut bilanziert auch Bernd Solga, Sport Burgenland Referent der Thiem Academy Burgenland: „Die Arbeit der vergangenen zehn Jahre im gesamten Land trägt jetzt Früchte. Wir verfügen aktuell über tolle Talente von Nord bis Süd.“
Insgesamt durfte sich das östlichste Bundesland über viermal Edelmetall freuen. Die Rohrbacherin Leonie Rabl sicherte sich mit ihrer Partnerin Claudia Gasparovic (KTV) zum dritten Mal in Folge den Doppeltitel bei den Damen. Die topgesetzte Paarung gab sich im gesamten Turnierverlauf keine Blöße. Mehr als drei Spielgewinne waren für keine ihrer Gegnerinnen möglich.
Der Mattersburger Alex Gschiel spielte sich im Einzel bis ins Halbfinale vor. Nach einem Freilos setzte sich die Nummer fünf des Turniers zunächst gegen den Niederösterreicher Bastian Berenz mit 7:5, 6:2 durch. Im Viertelfinale musste sein Kärntner Gegner Patrick Ofner nach einem verlorenen Tie-Break beim Stand von 4:4 im zweiten Satz verletzungsbedingt aufgeben. Im Halbfinale wartete mit Joel Schwärzler einer der stärksten Youngsters Österreichs. Trotz der 6:3, 1:6, 1:6-Niederlage zeigte Gschiel phasenweise starkes Tennis und hielt vor allem im ersten Satz hervorragend mit. „Alex hat seinen Vize-Staatsmeistertitel aus der Halle eindrucksvoll bestätigt und gegen Joel Schwärzler eine weitere Talentprobe abgelegt. Er zählt zweifellos zu den großen Hoffnungen im Burgenland“, zollt Solga Respekt. Auch im Doppelbewerb erreichte der Burgenländer gemeinsam mit seinem Kärntner Partner Martin Müller das Semifinale. Nach Erfolgen über Janis Graski/Piet Luis Pinter sowie Florian Doleys/Benjamin Scharner war erst gegen die späteren Sieger Lukas Neumayer und Matthias Ihlenfeld im Champions-Tiebreak Endstation. Nach zwei Bronze-Medaillen und einer starke Turnierwoche möchte Gschiel „den Schwung zu den nächsten internationalen Turnieren mitnehmen“.
Eine Runde vor Gschiel durfte sich der Eisenstädter Alexander Wagner mit Joel Schwärzler messen. Auch Wagner verlangte der ÖTV-Hoffnung alles ab, unterlag am Ende mit 4:6, 3:6. Aber auch er durfte sich mit einem dritten Platz im Doppel trösten. Gegen die späteren Sieger Leo Gutjahr und Joel Schwärzler unterlag Wagner mit Partner Bastian Berenz hauchdünn mit 7:10 im Match-Tiebreak.
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